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Schützenfest

Die Geschichte des Kirchhellener Schützenfest

Das Schützenfest wurde schon vor mehr als 400 Jahren gefeiert, denn bereits im Mittelalter wurden die „wehrhaften Bürger“ Kirchhellens zur Verteidigung aufgerufen. Georg von Brabeck ließ zum Beispiel aus jedem Kirchspiel eine „Rotte der dienstlichen Bauern“ aufbieten, um die Besatzung der Bürgen zu verstärken.

Das Mittelschild der alten Schützenkette trägt die Umschrift „Cerspell Kerkhellen“. Diese Schreibweise ist nur aus den Urkunden des 16 Jahrhundert bekannt.

Der Herzog von Arenberg verbot im Jahre 1804 das Feiern der Schützenfeste für das gesamte Vest Recklinghausen. Doch da man seine Verbote einfach ignorierte, erließ er noch im gleichen Jahr eine Verordnung, die das Schießen nach dem Vogel regeln sollte.

1823 bittet der Bürgermeister Tourneau den Grafen Westerholt, nach den napolonischen Jahren wieder ein Vogleschießen abhalten zu dürfen, da es immer ein schönes Volksfest gewesen sei. Der Graf genehmigte den Wunsch, die alte Tradition wieder aufleben zu lassen, 1824 mit einer eigenen Satzung.

So hieß es dort unter Nr. 5:

„Wer den Vogel abschießt wird König, bekommt eine Prämie von 5 Talern und ist für ein Jahr von allen Gemeindediensten und -lasten, mit Ausnahme vom Militärvorspann frei. Ist er ein Bauer oder Pferdekötter, so muss er eine Tonne Bier spenden, ist er Kötter, eine halbe Tonne. Für sich und seine Frau hat er freien Eintritt zum Tanz nach dem Schießen.“

Die Bürger Kirchhellens nahmen geschlossen teil und marschierten zum Vogelschießen in die „Vogelsrauh“, eine Wiese hinter der Wirtschaft Stratmann.

Die Vogelstange stand hier bis zum Jahre 1882.

Auch im folgendem Jahr (1825) wurde ein Schützenfest gefeiert, das dann in unregelmäßigen Abständen, nur unterbrochen durch die Weltkriege, bis in die Gegenwart wiederholt wird.

Durch den Brauch den „Schafholen“ würdigen die Kirchhellener Bürger und Schützen den Einsatz der Dorstener Schützen, die sie 1585 vor den Anfeindungen und Plünderungen der Soldaten des Erzbischofs und Kurfürsten Gebhard von Köln schützten.

Aus Dankbarkeit lieferten die schafhaltenden Bauern der Kirchspiels Kirchhellen den Dorstener ein Schaf. Dieser Brauch lebte symbolisch wider auf und bekundet die gute nachbarliche Beziehung zwischen Kirchhellen und Dorsten.

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